Die Inhalte des Workshop-Kongresses 2016 orientieren sich an den Begriffen ‚Grenzen-Systeme-Kulturen‘ und haben das Ziel in einem kulturübergreifenden und kulturvermittelnden Sinne sowohl systemische als auch allgemein psychotherapeutische und beraterische Inhalte zu thematisieren.

Unter dem Schwerpunktthema ‚Migration – Neues, Fremdes und Lösungen‘ werden Workshops und Referate geboten, welche auch interkulturelle Aspekte thematisieren.

Die Akkreditierung wird wie in den Vorjahren beantragt:
– Akkreditiert durch die Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg (AKNR*/2767802012016020007, VID*/I2149, 27 Fortbildungspunkte).
– Akkreditiert durch den Wissenschaftlichen Beirat der Österreichischen Akademie für Psychologie/ÖAP als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung gemäß Psychologengesetz mit 29 Einheiten (1 Einheit = 45 Minuten).

Tagungsstruktur Workshop-Kongress 2016

Programm und Flyer Kongress 2016

Leitlinie ‚Grenzen-Systeme-Kulturen’

psyseminare entstand aus Freundschaft, Freude am Reisen und Entdecken sowie jahrelanger fachlicher Verbundenheit. In einem der letzten europäischen Urwälder wurde die Idee für ‚Grenzen-Systeme-Kulturen’ durch Felix Böhringer und Reto Mischol geboren. Der Białowieża-Nationalpark bzw. Nationalpark Belaweschskaja puschtscha ist ein Nationalpark in Polen und Weissrussland.

Die konsequente Umsetzung psychologischen Wissens auf unsere Weiterbildungsangebote ist ein zentrales Anliegen. Lernen soll Wissenserwerb, Erleben und Handeln bedeuten und in direktem Austausch mit anderen Fachleuten stattfinden. Der direkte Diskurs zwischen Lehrenden und Lernenden wird gefördert und in einen hierarchiefreien Kontext gesetzt.

Grenzen entstehen immer auch dort, wo Menschen sich begegnen. Diese in ihrer Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, diese auszuloten und mit Erleben zu füllen, ist eines der Ziele unseres Tuns.

Systemisches Denken beschränkt sich nicht nur auf das fachliche Handeln, sondern ist Thema gesellschaftlichen Seins und globaler Verantwortung. Der konstruktive interkulturelle Dialog ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit.

Kulturübergreifende Betrachtungen fördern Verständnis und Wertschätzung. Sie sind auch geeignet intrakulturelle Konstrukte zu relativieren und Entwicklungsspielraum aufzuzeigen. Dies beinhaltet auch die konsequente Akzeptanz verschiedener therapeutischer Kulturen und Schulen.

Zielgruppe unserer Bemühungen sind psychosozial Tätige, die Interesse, Freude und Mut haben sich mit Neuem auseinanderzusetzen. Dabei sind besonders Fachleute aus den Bereichen Psychotherapie, Beratung und Pädagogik angesprochen.

Wir wollen Besonderes möglich machen. Wir wollen, dass Lernen und berufliche Entwicklung in Gefässen stattfindet, die unglaublich schön und intensiv sind und Unvergesslichkeit erzeugen.

Die direkte und persönliche Netzwerkbildung ist uns ein wichtiges Anliegen für alle Beteiligte.

‚Grenzen-Systeme-Kulturen’ soll an Orten stattfinden, die Neues entstehen lassen und Entwicklung fördern. Wir wollen Neues an Wissen, an Beziehungen und an konkretem Handwerkszeug für die Arbeit mit den uns anvertrauten Menschen vermitteln. Wir wollen eine Begegnungsplattform jenseits von Macht- und Standesdenken bieten.

Unsere Arbeit ist weitgehend ideell. Wir sind auf die Bereitschaft von ausgewiesenen Fachpersonen angewiesen in diesem Gefäss mitzuwirken. Diese generieren ihrerseits durch die hochstehende fachliche Plattform, den unmittelbaren Austausch mit Lernenden und dem Grenzen öffnenden Erleben einen ganz persönlichen Gewinn.

Assistenztätigkeiten sollen für Auszubildende gefördert werden, um ihnen schon früh den unmittelbaren Zugang zu Erfahrenen und verdienten Persönlichkeiten zu ermöglichen.